Cassia vera gemahlen – kräftiger Backzimt mit würziger Tiefe
Gemahlene Cassia vera ist der klassische Backzimt der deutschen Küche – und gleichzeitig weit mehr als das. Mit ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen und ihrem kräftigen, warm-würzigen Profil ist sie sowohl im Süßen als auch in herzhaften Gerichten unverzichtbar. Im Vergleich zu ceylonischem Kaneel bringt Cassia vera mehr Nachdruck und Wärme ins Gericht – genau das, was Lebkuchen, Rotkohl und marokkanische Eintöpfe brauchen.
Verwendung
Gemahlene Cassia vera lässt sich direkt in Teige, Massen und Saucen einarbeiten. Sie passt zu:
- Backen – Lebkuchen, Spekulatius, Zimtsterne, Apfelkuchen, Stollen
- Kompott und Desserts – Apfel-, Birnen- und Pflaumenкompott, Milchreis, Grießbrei
- Herzhaftes – Rotkohl (unverzichtbar!), Sauerbraten, Wildragout
- Orientalische Küche – Ras el Hanout-Gerichte, Köfte, marokkanische Tajines
- Kürbis und Süßkartoffel – geröstet oder püriert mit Cassia, Ingwer und Muskat
- Heißgetränke – Zimtmilch, Chai, Glühwein
Rezeptidee: Klassischer Zimtrotkohl
1 kg Rotkohl fein hobeln. Mit 2 EL Gänseschmalz in einem großen Topf andünsten. 2 Äpfel (geschält, gewürfelt), 1 Zwiebel, 1 TL Cassia vera gemahlen, 4 Nelken, 2 EL Rotweinessig, 200 ml Rotwein und etwas Salz dazugeben. Zugedeckt 45–60 Minuten bei niedriger Hitze schmoren. Mit Preiselbeeren oder einem Schuss Johannisbeergelee abschmecken.